Portrait

Lechstedt und seine nähere Umgebung – malerisch schön!

Wer von Itzum oder Walshausen kommt und nach Lechstedt hinauf fährt, sieht schon das weiße Wahrzeichen unseres Bergdorfes leuchten: die Turmmühle (ohne Flügel) am Pfaffenstieg.

Lechstedt ist zwar nur ein kleines Dorf mit rund 700 Einwohnern, aber keineswegs ein „Schlafdorf“. Hier oben – 145 m über dem Meeresspiegel – haben sich Junge und Alte, Kleine und Große, Einheimische und Auswärtige häuslich eingerichtet und zu einer quicklebendigen, gelegentlich sehr engagierten Dorfgemeinschaft zusammengefunden. Und noch immer gibt es Bauern, die die weiten Felder im Umkreis bewirtschaften, haben viele Handwerker und andere Selbständige gerade hier ihr Domizil.

Als Ortsteil der Kurstadt Bad Salzdetfurth liegt Lechstedt im nördlichsten Bereich unmittelbar vor den Toren Hildesheims. Umgeben von Wäldern und Hügeln, von Knebel und Galgenberg im Norden, Griesberg und Turmberg im Süden, ist es ein bevorzugtes Ausflugsziel, das stetig an Beliebtheit gewinnt. Nicht zu vergessen: Hier beginnt das Harzvorland. Viele Wanderer und Radler, sogar Skiläufer, aus der Region Hildesheim und Salzgitter zieht es in unser abwechslungsreiches Naherholungsgebiet. Kennzeichnend für seine reizvolle Lage ist das Urstromtal der Innerste mit seinen bewaldeten Hängen, die das Landschaftsbild prägen.


Das Bergdorf, das sich um das schöne Fachwerkensemble mit der alten Kirche, dem jetzigen Kindergarten und dem ehemaligen Brinkmannschen Hof gruppiert, hat seinen historisch gewachsenen Ortskern erhalten. Durch die Dorferneuerung ist er noch schöner geworden. Große Scheunen, alte Bauernhäuser und -gärten erinnern ebenso wie die Felder ringsum an die Zeiten dominierender Landwirtschaft.

Die Kirche mit dem barocken Taufengel, geschnitzten Altar und besonderen Kanzelbau wird im Lechstedter Volksmund „Von-Stopler-Kirche“ genannt – nach Johann Friedrich von Stopler und seiner Gattin Anna Ilsa von Guldenfeld, die die Kirche, nach dem Brand, 1721 wieder aufbauten. Auch sie ein Anziehungspunkt: Viele „Fremdhochzeiten“ finden hier statt, die Konzerte sind stets gut besucht. Der überwiegend in dörflicher Eigenleistung ausgebaute kirchliche Gemeinderaum wird gern und oft zu unterschiedlichen Anlässen genutzt. Der ev. Kindergarten Regenbogen, der sich früher auch über die Ortsgrenzen hinaus guten Zuspruchs erfreute, ist seit Jahren ausschließlich mit Lechstedts eigenem Nachwuchs voll ausgelastet.

Traditionelle Feste werden genauso gepflegt wie Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen aller Art. In dem kleinen Bergdorf ist viel Raum für die verschiedensten Aktivitäten, auch für bürgerschaftliches Engagement. Hier kann gemeinsam etwas erreicht und erhalten werden, was das Leben in Lechstedt lebenswert macht und zur aktiven Teilnahme motiviert.

Der Fischteich im Wäldchen Querburg ist ein weiterer attraktiver Anziehungspunkt bei Waldgottesdiensten (mit dem Findling als natürlichem Altar), Grillfesten im Sommer, Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen im Winter oder einfach zum Verweilen. Auf der Anhöhe oberhalb des Teiches stand in frühen Zeiten einmal die Queneburg, eine vorgeschobene Palisadenfestung einer Befestigungslinie zum Schutz Hildesheims vor feindlichen Angriffen. Zum (Ab-)Schluss lockt gestern wie heute die Lechstedter Obstweinschänke, weit über den kleinen Ort hinaus bekannt, viele Wanderer, Ausflügler und Besucher hierher.

Busanbindung besteht nach Hildesheim, Bad Salzdetfurth und Holle. Als Autobahnzufahrt ist die „Hildesheimer Börde“ sehr schnell erreichbar. Auf reizvollen Wanderwegen kommt man nach Itzum, Heinde, Groß Düngen und weiter.

 

Ausflugsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung

Gut Walshausen: Der Gutspark umgibt die von Baumeister Georg Ludwig Friedrich Laves erbaute Villa und wurde 1830 nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten angelegt. Der Park (nicht die Villa) steht vom 01.05. bis 31.10. freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr für Spaziergänger zur Besichtigung offen.

Lavesbrücke: Führt unterhalb des Gutes Walshausen über die Innerste

Innerste-Tal: Schöne Ein- und Aussichten, Radwandern

Bad Salzdetfurth: Thermalsolebad, Salinen, Kurpark, Bergbaumuseum, Altstadt

Bünte: Fischteiche und Zollhaus

Söder: Schloss Söder

Weinberg: Weiter Blick ins Land und zum Harz

Derneburg: Schloss Derneburg, Fischerhäuser, Laves-Kulturpfad (mit Glashaus, Pyramidenmausoleum, griechischem Tempel)

Sottrum: Familienfreizeitpark

Hildesheim: Marktplatz, Museum, Weltkulturerbe Dom-Viertel und Michaeliskirche